neckarforum

Neckarforum Esslingen

| Jonas Kron / VDE
13.08.2026 Veranstaltungsrückblick

Blitzschutz-Normen im Fokus, persönlicher Austausch im Mittelpunkt

Im November 2025 zog es die Blitzschutz-Community nach Esslingen zur 16. Ausgabe der VDE Blitzschutztagung. 183 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Polen und Niederlande konnten ein reichhaltiges Programm erleben.

Die VDE Blitzschutztagung 2025 war geprägt von vielfältigen persönlichen Treffen mit regem fachlichem Austausch in angenehmer Atmosphäre. Die zielorientierte Arbeit für sicheren Blitz- und Überspannungsschutz auf Basis der Standards wurde offenkundig durch die Tagung befördert. Die hochwertigen Fachbeiträge und die Workshops haben insbesondere den neuen Stand der Blitzschutznormung und die Weiterentwicklung des gesamten Blitzschutzes attraktiv abgebildet.

www.vde-blitzschutztagung.de/2025

Zusammenstellung aller Logos

Fachausstellung

| VDE

In der gut besuchten, begleitenden Fachausstellung zeigten acht Fachaussteller Neuerungen und Anwendungen im Blitzschutz und im Überspannungsschutz, die Tagungsteilnehmer erhielten fundierte Informationen zum Blitzgeschehen und konnten Kontakte zu den kompetenten Vertretern knüpfen.

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Keynotes von Prof. A. Kern und J. Birkl

| Thomas Raphael / VDE

Im fachlichen Mittelpunkt stand die Ausgabe 3 der Blitzschutznorm DIN EN IEC 62305, welche bis zum Frühjahr 2026 vollständig veröffentlicht wird. In zwei großen Keynote-Vorträgen und drei weiteren Vorträgen wurden die vier Teile der Normenreihe DIN EN IEC 62305 und die zugehörigen national besonders wichtigen Beiblätter im Überblick vorgestellt. Um Fragestellungen zu den Fortschritten und Änderungen in der Blitzschutznorm, insbesondere zum wichtigen Teil 3 und den zugeordneten Beiblättern, ausführlich diskutieren zu können, wurden sechs Workshops abgehalten, die von den Tagungsteilnehmern sehr gut angenommen wurden. Hervorzuhebende Akteure in der Standardisierung, die sich aktiv um Erläuterungen und um den Wissenstransfer bemüht haben, sind Professor Alexander Kern (FH Aachen, Leiter K251), Jürgen Wettingfeld (Vektor Plan, Krefeld, stv. Leiter K251), Josef Birkl (DEHN SE, Neumarkt), Manfred Kienlein (DEHN SE, Neumarkt) und Jochen Fulda (TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH, Kassel). Auch in den Normen zu Anforderungen und Prüfungen sowie der Auswahl und den Anwendungen von Überspannungsschutzgeräten (SPD) in der elektrischen AC- und DC-Energieversorgung sowie in Telekommunikations- und signalverarbeitenden Systemen gab es wesentliche Änderungen und Erweiterungen bei der Struktur und im Inhalt, welche durch Dr. Ralph Brocke (DEHN SE, Neumarkt) vorgestellt wurden.

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Dialog-Session: Angeregte Diskussion am Poster

| Thomas Raphael / VDE

Erstmalig wurde das Format Dialog-Session in die Tagung integriert. Zu einem breiten Themenspektrum aus Blitzschutz, Blitzforschung und dem Überspannungsschutz wurden acht Beiträge in Kurzvorträgen vorgestellt und danach standen Zeiträume für ausführliche Gespräche mit den Autoren an den Postern bereit. Dieser diskussionsorientierte Austausch wurde rege von den Teilnehmern genutzt.

Ein angenehmer Höhepunkt waren die Ehrungen am Abend des ersten Tagungstages. Eine zukunftsweisende Bedeutung für den Blitzschutz kommt dem VDE ABB Nachwuchspreis zu, mit dem Haya Olabi von der Technischen Universität München für ihre hervorragende Masterarbeit zum Thema „Untersuchung des Einflusses von Blitzen und Blitzschutzeinrichtungen auf den Fassadenbrandschutz“ ausgezeichnet wurde. Die Goldene Ehrennadel der Förderer des VDE Ausschuss Blitzschutz und Blitzforschung (VDE ABB) wurde an Michael Öhlhorn und an Thomas Raphael für Ihre langjährige unermüdliche Arbeit in den Gremien des VDE ABB und im VDE Netzwerk Blitzschutz vergeben. Professor Ottmar Beierl wurde mit der höchsten Auszeichnung des VDE ABB, der Benjamin-Franklin-Medaille, für seine hervorragenden Verdienste um die experimentelle Blitzforschung und den Blitzschutz von Menschen und Gebäuden, insbesondere mit seinen Beiträgen zur Blitzstromverteilung, zum Trennungsabstand und zu den weltweit angewendeten Grundlagen des isolierten Blitzschutzes, geehrt. Professor Beierl revanchierte sich mit dem imposanten mitreißenden Festvortrag "Blitzschutz isoliert …".

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Best Poster Award für Daniel Beetz

| Thomas Raphael / VDE

Am zweiten Tagungstag fanden drei weitere Vortragssitzungen zu den Themenfeldern "Blitzmessungen", "Personenblitzschutz und Blitzschutzeinrichtungen" sowie der "Blitzschutz spezieller Objekte". 

Für den hervorragenden Beitrag "Gefährdungsanalyse durch blitzstrombedingte Schrittspannungen für unterschiedliche Erdeigenschaften unter Berücksichtigung des Schuhwerks", unter Berücksichtigung von Tagungsband-Review, Präsentation und Diskussion, wurde Daniel Beetz von der FH Aachen mit dem "Best Paper Award" ausgezeichnet.

Aus den Sessions

Standards von Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern und Jürgen Wettingfeld
Blitzmessung von Felicitas Modlinger (University of the Federal Armed Forces Munich, Germany), Stephan Pack (Graz University of Technology, Austria)
Personenblitzschutz von Jochen Fulda (TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH, Kassel) und Michael Rock (TU Ilmenau)
Blitzschutz spezieller Objekte von Gernot Finis (Phoenix Contact GmbH & Co. KG), Gabriele Schweble-Juch (Schweble-Juch GbR) 

Aktuelle Standards, Verordnungen und Richtlinien

Jürgen Wettingfeld und Hendrik Wettingfeld erläutern in ihrem Beitrag, warum eine umfassende Überarbeitung des Beiblatts 2 zu DIN EN IEC 62305-3 Ed. 3 „Besondere bauliche Anlagen“ erforderlich war. Gebäudetechnik und Gebäudenutzung haben sich in den letzten Jahren vielfach weiterentwickelt, daher mussten die vorhandenen Inhalte des Beiblatt 2 aus der Ed. 2 geprüft werden, insbesondere im Hinblick auf ihre Konformität mit der neuen Norm selbst. Neue Erkenntnisse und Anforderungen für besondere bauliche Anlagen wurden berücksichtigt. Der Beitrag gibt auch einen kurzen historischen Rückblick auf das Beiblatt 2, informiert über die aktualisierte Struktur des neuen Beiblatts 2 (Edition 3) und erläutert exemplarisch die zusätzlichen Informationen für einige der besonderen baulichen Anlagen.

Manfred Kienlein beschreibt in seinem Beitrag das neue Beiblatt 7 zu DIN EN IEC 62305-3 Ed. 3 „Zusätzliche Informationen für bauliche Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen“. Dieses Beiblatt wurde aus dem Beiblatt 2 herausgelöst, um den Fragestellungen bei explosionsgefährdeten Bereichen mehr Raum zu geben. Es enthält detaillierte Informationen für bauliche Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen, ergänzt den Anhang C der Norm DIN EN IEC 62305-3 und gleicht die möglichen blitzbedingten Gefährdungen mit den nationalen Gesetzen, Verordnungen und technischen Regeln ab. Die Anlagen der öffentlichen Gas- und Wasserstoffversorgung in Deutschland werden in diesem Beiblatt nicht explizit erwähnt, da deren Blitzschutzsysteme in der DVGW Information GAS Nr. 17 bereits beschrieben sind und es keine Abweichung zu diesem Beiblatt gibt. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Beiblattes sind durch den Blitzschlag erzeugte gefährliche Wechselwirkungen, welche eine Anlage vorschädigen können. Diese gefährlichen Fehler bleiben meist unentdeckt und können zum Freiwerden von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre an Stellen führen, an denen im Normalbetrieb der Anlage nicht damit zu rechnen ist.

Josef Birkl geht in seinem Beitrag auf die nationale Umsetzung der neuen DIN EN IEC 62305-4 ein. Die dritte Ausgabe der Blitzschutznorm DIN EN IEC 62305-4 „Elektrische und elektronische Systeme in baulichen Anlagen“ wird im Februar 2026 veröffentlicht. In die neue Ausgabe sind auch wichtige Inhalte aus dem deutschen DIN EN 62305-4 Beiblatt 1 eingeflossen. Im Beitrag werden die wichtigsten Änderungen zur Edition 2 vorgestellt. Dieser Normenteil enthält weiter Angaben für Planung, Installation, Inspektion, Instandhaltung und Prüfung von Schutzsystemen von elektrischen und elektronischen Einrichtungen (SPM) und für Schutzmaßnahmen, mit denen das Risiko bleibender Schäden durch elektromagnetische Blitzimpulse (LEMP) in baulichen Anlagen verringert werden kann. Basis aller Überlegungen bleibt das bewährte Blitzschutzzonen-Konzept (Bild: Prinzip des Blitzschutzzonen-Konzepts). Während der Hauptteil der DIN EN IEC 62305-4 Ed.3 nur wenige Änderungen erfahren hat, wurde der Norm eine größere Anzahl von Anhängen hinzugefügt. Diese bieten dem Anwender ein breites Rüstzeug für sehr unterschiedliche Aufgabenstellungen

In einem ergänzenden Beitrag von Markus Philipp und Dr. Ralph Brocke „Neue normative Anforderungen und Prüfungen an Überspannungsschutzgeräte“ wird die neue Struktur der Normenreihe für Überspannungsschutzgeräte (SPDs) IEC 61643 dargestellt. Im Zeitraum von 2018 bis Ende 2024 wurden die entsprechenden Normen überarbeitet und komplett neu strukturiert. Der immer weiter steigende Einsatz erneuerbarer und dezentraler Energiequellen im Rahmen der Dekarbonisierung, machen Gleichspannungs-Niederspannungssysteme (DC-Systeme) mehr und mehr zu einem integralen Bestandteil des elektrischen Energieverteilungssystems. Das Betriebs- und Überlastverhalten von DC-Systemen ist in vielen Punkten ganz anders als das der bekannten AC-Niederspannungssysteme. Diese neuen Anforderungen spiegeln sich daher auch in der neuen IEC 61643-41. Darüber hinaus werden in den letzten Jahren vermehrt SPD-Überwachungssysteme (MDS) und SPD-spezifische Trennschalter (SSD) nachgefragt. Diese Themen werden künftig auch innerhalb der Normenreihe IEC 61643 adressiert.
 

Blitzmessungen: Ortungsgenauigkeit des deutschen Blitzortungssystems

Von der TU Ilmenau wurde, in Zusammenarbeit mit ALDIS/BLIDS und der TU Graz, die Ortungsgenauigkeit des deutschen Blitzortungssystems mithilfe eines mobilen Messystems überprüft (Bild: Messaufbau auf einem Feldweg in Thüringen (Bild aus dem „Beitrag Erfassung und Auswertung von Blitzereignissen in Mitteldeutschland“)). Das Messsystem besteht aus einer Hochgeschwindigkeits-Videokamera und einer Plattenantenne zur Messung des elektrischen Feldes. Es wurden Realdaten von Wolke-Erde-Entladungen in Mitteldeutschland aufgezeichnet und mit den Messungen des Blitzortungssystems verglichen. Bei diesen Untersuchungen wurde eine sehr gute Ortungsgenauigkeit des Blitz-ortungssystems mit einem Median von etwa 60 m ermittelt.

Blitzmessungen: Neuer Langzeitstrom-Generator

An der Universität der Bundeswehr in München wurde ein neuer Langzeitstrom-Generator (Bild: Langzeitstrom-Generator in der Hochspannungshalle (aus dem Beitrag „Neu entwickelter Langzeitstrom-Generator an der Universität der Bundeswehr München“)) entwickelt, welcher Kondensatoren als Energiespeicher nutzt und so eine höhere Ladespannung von bis zu 2,5 kV realisieren kann. Damit können Langzeitströme entsprechend der Blitzschutz-Normen nachgebildet werden. Dies gilt sowohl für solche mit einer Ladung von 200 C, als auch welche mit erhöhter Ladung von 600 C, wie sie für Windkraftanlagen in Gebieten mit Winterblitzen gefordert werden. Darüber hinaus können nun auch vorangehende Stoßströme und einleitende Impulse (wie zum Beispiel die Komponente B aus der EUROCAE ED-81) nachgebildet werden. Somit sind zukünftig vielseitige Untersuchungen an komplexeren Prüfobjekten möglich.

Blitzmessungen: Untersuchungen zur Entzündbarkeit von biologischen Dämmstoffen

An der TU Ilmenau wurden Untersuchungen zur Entzündbarkeit von biologischen Dämmstoffen durchgeführt (Bild: Holzfaserplatte vor und nach einem Versuch (aus dem Beitrag „Entzündung von ökologischen und biogenen Dämmstoffen durch Blitzströme“)), welche ergaben, dass die meisten Dämmstoffe durch Blitzströme entzündbar waren (ausgenommen war hier der Dämmstoff aus Kork). Die Untersuchungen stellen dabei besonders heraus, dass durch Blitzströme entzündete Dämmstoffe häufig erst Stunden nach dem Blitzeinschlag sichtbar zu brennen beginnen. Somit kann die Gefahr durch einen Blitzeinschlag (selbst wenn dieser zuvor beobachtet oder gemessen wurde) falsche eingeschätzt werden. Das stellt nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern kann auch zu Problemen bei der Nachweisführung gegenüber von Versicherungen kommen.

Personenblitzschutz: Neue Lösungsansätze bei der Berechnung von Teilblitzenergien

Andreas König (OBO Bettermann, Menden) greift in seinem Vortrag "Neue Lösungsansätze bei der Berechnung von Teilblitzenergien (Trennungsabstandsproblematik) aufgrund der neuen DIN EN IEC 62305-3 und Beiblätter (2025-10)" (Bild: Einkopplung von Teilblitzströmen [a26 - 1571124961]) Blitzschutzsysteme baulicher Anlagen auf, bei denen große Herausforderungen zur Einhaltung des Trennungsabstandes bestehen. Eine skalierbare "Sollbruchstelle", ähnlich einer "Trennfunkenstrecke", wird vorgeschlagen und deren Potential für die Schutzwirkung beschrieben. Diese Lösung kann es in Sonderfällen ermöglichen, die Trennungsabstandsproblematik günstig in den Griff zu bekommen.

Personenblitzschutz: Vollbeweis bei Blitzschlagopfern und Machine Learning bei Erdungsanlagen

Mit dem Vortrag von Professor Dr. med. Berthold Schalke (Neurologische Universitätsklinik Regensburg) erfolgte ein Themenwechsel zu den Wirkungen des Blitzes auf Menschen. Im Vortrag "Vollbeweis bei Blitzschlagopfern im Rahmen der versicherungsrechtlichen Begutachtung" zeigt Professor Schalke anschaulich und an mehreren Beispielfällen die großen Schwierigkeiten auf, die Unfallursache Blitzschlag zweifelsfrei und rechtssicher nachzuweisen. Er erläutert dazu auch, welche Odyssee überlebende Blitzunfallopfer in vielen Fällen durchlaufen, weil eindeutige Hinweise auf Blitzeinwirkung fehlen oder Medizinier ohne Erfahrung mit Blitzunfällen falsche Schlüsse ziehen. Professor Schalke beschreibt zudem, dass bei Blitzunfallopfern oft ausgeprägte neuropsychologische Defizite eintreten, die bis hin zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen, Erstschädigungsansprüche jedoch nur mit großen Mühen oder nicht durchzusetzen sind. 
[a27 - 1571126302]

Der Vortrag von Ludwig Herrnböck (DEHN SE, Neumarkt) mit dem Titel "Einsatz von Machine Learning zur Verbesserung von Bodensondierungen als Planungsgrundlage für Erdungsanlagen" führte zum technischen Blitzschutz zurück, in dem die Kenntnis über den spezifischen Bodenwiderstand und dessen Verteilung im Erdreich für die effektive Erdung entscheidend ist. Die Ermittlung von spezifischen Bodenwiderständen und Bodenschichtdicken kann nur mit großem Aufwand aus Messungen bestimmt werden, weshalb künstliche neuronale Netze angewendet wurden. Im Ergebnis führte zunächst die direkte Anwendung nicht zum Erfolg. Umgekehrt können nach Wenner-Methode gemessene Widerstandskurven jedoch sehr schnell und mit geringen Abweichungen nachgerechnet werden. (Bild: Wenner-Verläufe: analytisch (blau) und mittels Neuronalem Netz ermittelt bei 2 (rot), 3 (grün) und 4 (magenta) Bodenschichten [a28 - 1571126746])

Spezielle Objekte: Multihalle Mannheim als Versammlungsstätte

In der Session Blitzschutz besonderer Objekte wurden anhand praxisnaher Fallstudien spezifische Konzepte für Blitz- und Überspannungsschutz vorgestellt, analysiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit sowie Anwendbarkeit diskutiert.

Ein Beitrag von Prof. Alexander Kern mit dem Titel Maßnahmen zum Blitz- und Überspannungsschutz für die Multihalle Mannheim als Versammlungsstätte beleuchtete die Entwicklung eines Schutzkonzepts unter besonderer Berücksichtigung denkmalpflegerischer Anforderungen. Ein zentrales Element war die funktionale Integration vorhandener baulicher Strukturen, wie bestehender Stahlstützen, in das Gesamtkonzept. (Bild: Einbezug von Stahlstützen in das Blitzschutzkonzept einer Mehrzweckhalle )

Spezielle Objekte: Blitzschutz einer Hochspannungs-Gleichstromübertragungsstrecke

Ein weiterer Beitrag thematisierte den Blitzschutz einer Hochspannungs-Gleichstromübertragungsstrecke. Im Rahmen des Projekts SuedLink, einer der zentralen Stromtrassen für die Energiewende in Deutschland, wurde die Notwendigkeit des Blitzschutzes für Gleichstromerdkabel des HGÜ-Systems untersucht und die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen vorgestellt. Die regionale Blitzdichte sowie der spezifische elektrische Widerstand des Erdreichs entlang der Kabeltrasse stellen die maßgeblichen Einflussparameter dar (Bild: Spezifischer Eiderstand des Erdreichs entlang der Kabeltrasse SuedLink). Sie bestimmen die Auslegung des Schutzkonzepts, das durch unterschiedliche Anordnungen von Erdseilen realisiert wurde, um die Wahrscheinlichkeit von Kabelschäden infolge von Blitzeinschlägen signifikant zu reduzieren. Diese Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur zuverlässigen Stromversorgung.

Abgerundet wurde die Session durch den Beitrag Blitz- und Überspannungskonzept für das Vorportal eines Autobahntunnels sowie die Studie Analyse von Tanklagerstandorten in Deutschland zur Bewertung der Effizienz von Gewitterwarnsystemen.

Autor

privat

Prof. Dr.-Ing. habil. M. Rock, Technische Universität Ilmenau
Wissenschaftlicher Tagungsleiter

Fotos

Tagungsband

Titelbild VDE Fachbericht 82

VDE-Fachbericht 82

| VDE Verlag

Beiträge der 16. VDE Blitzschutztagung 12. – 13. November 2025 in Esslingen

Umfang: 165 Seiten
Erscheinungsdatum: 2026-01-12
ISBN 978-3-8007-6653-6

Inhaltsverzeichnis

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Ergebnisse der Teilnehmerbefragung

Hier finden Sie die Auswertung der 58 Antworten.

Hier finden Sie die Auswertung der 58 Antworten.

Die folgenden Fragen wurden mit einer Bewertung von einem bis vier Sternen beantwortet. Angegeben ist jeweils der Durchschnitt der Bewertungen.


2. Wie zufrieden sind Sie mit dem Veranstaltungsort: Erreichbarkeit, Veranstaltungsräume, Hotelangebot ...: 3,76

3. Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation und dem Ablauf der Veranstaltung: Information im Vorfeld, Anmeldung, Durchführung der Veranstaltung ...: 3,38

6. Welche Themen / Sessions haben Sie besonders interessiert?: 4,29

7. Fachliche Qualität der präsentierten Beiträge: 3,52

8. Organisation, Ablauf: 3,20

9. Workshops 3,21

10. Ehrungen: 3,06

11. Ausstellung: 3,37

12. Get Together / Abendveranstaltung: 3,52

13. Wie bewerten Sie die Möglichkeit, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen?: 3,19

14. Gab es ausreichend Möglichkeiten zum Networking?: 3,58

15. Hat die Veranstaltung Ihre Erwartungen erfüllt?: 3,57

Detaillierte Auswertung

Antworten in den Freitext-Feldern

5. Welche Themen haben Sie vermisst?

  • Noch mehr Anwendungsbeispiele aus der Praxis.
  • Vermisst nicht unbedingt, vielleicht noch ein weiteres Praxis Projekt.
  • Tiefergehende Informationen zur neuen Norm
  • Windkraft/E-Mobility
  • Blitzphysik / Simulative Themen
  • Thema Messungen
  • Blitzschutz in Windenergieanlagen


16. Besonders gut

  • Die Informationen über die Neuigkeiten in den Normen.
  • Alles war sehr hilfreich
  • Dialog-Session, Networking und Ausstellung 
  • Offene Diskussionsrunde ist sehr positiv gewesen. Gerne für die nächsten Jahre wieder Einplanen. 
  • Essen, Workshops und damit verbundener enger Austausch
  • Austausch in der Dialogssession
  • Viele relevante Vorträge.
  • Austausch und Kontakte
  • Strukturierung 
  • Workshops, Kurzvorträge
  • Audioqualität. Ich glaube besser hatte ich es bislang nirgendwo gesehen!
  • Das Catering
  • Location insgesamt. Alles auf einer Ebene (Forum) – gut strukturiert und erreichbar. Counter, Aussteller und Catering sinnvoll integriert. Aufarbeitung der Norm sehr gelungen.
  • sehr gute Veranstaltung 
  • Das neue Format mit Workshops 
  • Die Forschungsthemen
  • Der Veranstaltungsort ist sehr gut gewählt worden.
  • Die Stimmung, die Orga, das Fachpublikum aus diversen Branchen/Horizonten
  • Die Vorträge und Kurzvorträge.
  • Die unmittelbare Nähe von Veranstaltungsgebäude zum Hotel war ideal.
  • Workshop, Kurzvorträge zu den Postern, Austausch mit Kollegen, das soziale Miteinander


17. Besser machen

  • Organisation Workshops, Catering (schmeckt nicht, macht nur satt). Kurzvorträge zu kurz, keine Fragemöglichkeit bei den Keynotes
  • Technische Probleme, Ablauf. 
  • Mehr Tische für Essen, ggf. mit Sitzmöglichkeit.
  • Der Kaffee und das Essen sollten optimiert werden.
  • nicht so stark auf Hochschule und Hersteller als Referenten ausrichten. Mehr Themen aus der Anwendung 
  • Manche Referenten sind nur so durch die Themen geflogen. Das war nicht gut.
  • evtl Masterpräsentation vorab erstellen, dann muss nachher nicht mehr ständig umgeschaltet werden bei den Vorträgen.
  • Keine parallelen Dialogssessions mit Workshops durchführen, damit die Teilnehmer*innen genügend Zeit haben, an beiden teilzunehmen.
  • Der Ablauf der Workshops war mir im vorhinein nicht ganz klar. Diesmal keine App um in kontakt mit den Teilnehmern zu treten.
  • Nicht die Möglichkeit weitere/andere Workshops zu besuchen 
  • Zeitplan am Tag zwei mit zu wenig Puffer.
  • Bei den Workshops die Möglichkeit schaffen, an 2-3 Themen teilnehmen zu können
  • Mir fehlte aus irgend einem Grund das Inkenntnissetzen darüber, dass ich einem Poster zugeteilt wurde, und keiner Präsentation in Volllänge auf der Bühne. Jedoch war das kein besonders großes Problem für mich - das Format an sich ist gut und schien gut anzukommen. 
  • Anmeldung muss besser organisiert werden.
  • Geschlechtsneutrale Ansprache der Teilnehmenden / Autor:Innen. Leider ist es dem Tagungsleiter nicht gelungen die wenigen weiblichen Teilnehmerinnen korrekt anszusprechen, bzw mit einzubeziehen.
  • Die PPT Schwierigkeiten sorgten für Zeitraub bei den Vortragenden.
  • Workshopqualität je nach Workshopleiter mit schwankender Moderationsqualität.
  • Beiträge sehr herstellerlastig.
  • Die Kurzvorträge waren eher interessant, als das Druchklicken durch 30 Normenfolien in 5 Minuten. 
  • gesamte Durchführung der Veranstaltung wirkte eher unprofessionell.
  • Warum gibt es die Beiträge nicht gedruckt?
  • Organisatorisch: Technikunterstützung am Rednerpult: Es wäre hilfreich, eine Person bereitzustellen, die mit den technischen Gegebenheiten vor Ort vertraut ist und bei Problemen schnell reagieren kann.
  • Ablaufkommunikation: Im Vorfeld wirkte die Organisation teilweise unübersichtlich. Insbesondere die Informationen zu Postersessions und Workshops waren nicht klar genug. Eine präzisere und zielgerichtete Kommunikation zum Ablauf und den jeweiligen Anforderungen wäre wünschenswert.
  • Tagungsband: Die aktuelle Form wirkt stellenweise unprofessionell, wenn Leerseiten, Folien, einspaltige Beiträge oder Hinweise auf fehlende Beiträge enthalten sind. Eine Rückkehr zu klassischen Veröffentlichungen würde die Qualität aus meiner Sicht deutlich steigern.
  • Fachlich: Inhaltlich gab es einige Punkte, die kritisch zu sehen sind. Besonders der Beitrag von König zum Thema Trennungsabstand wirkte aus meiner Sicht problematisch.
  • Die Anmeldung zu den Workshops war etwas verwirrend und es gab keine Prüfung, dass sich Anmeldungen überschneiden. Es konnten zur gleichen Zeit zwei Workshops ausgewählt werden. 
  • Mehr Zeit für echte Neuerungen wäre schon gewesen. Eine echte Informationsveranstaltung ohne die Voraussetzung, jede Änderung in der Norm schon gelesen zu haben.
  • Mehr Zeit für Fragen / Diskussionen. Den offiziellen Rahmen kann man gut und gerne um 90 Minuten ausweiten. Die wenigsten würden sich wohl beschweren, wenn das Essen etwas später anfängt.
  • Ein etwas zentralerer Ort für die Veranstaltung wäre wünschenswert."
  • Der Prozess der Reviews war etwas verwirrend. Es war nie ganz klar, was man hochladen soll. Ein paper mit 6 Seiten, oder eine Kurzzusammenfassung mit 2 Seiten + Folien (Obwohl ja ein Poster eingereicht werden würde). 
  • Die Teebeutel waren diese Pyramidendinger und sahen nach Plastik aus. Da solche nachgewiesen Mikroplastikschleudern sind, wäre es schön auf solche zu verzichten.
  • Das die Präsentationen besser laufen (Beamer-Probleme)
  • Die Vortragszeiten für die Vorträge zu den Workshops waren für die umfangreichen Inhalte zu kurz. 
  • Es sollte für die Workshops mehr Zeit eingeplant werden . Interessent wäre es bei den vielen Themen, wenn man einen zweiten Workshop besuchen könnte.
  • Workshop Themen mehr Zeit geben
  • Übergabe der Unterlagen frühzeitiger organisieren. Umfang der Unterlagen entsprach nicht ganz den vorgetragenen Folien. Die Erstellung einer Teilnehmerliste wäre auch hilfreich.
  • Eine Teilnehmerliste, um eventuellen Bekannten vorm Ende der Veranstaltung zu bemerken 
  • Esslingen ist zwar sehr schön, jedoch leider nicht so einfach zu erreichen als Aschaffenburg z.B."
  • Ich habe mich für 2 Workshops angemeldet, da sollte es der VDE doch hinbekommen die 2 Termine zeitversetzt zu buchen. 
  • Der Veranstaltungsort Esslingen liegt für mich zu dezentral. Die Anreise ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. 
  • Wünschenswert wäre auch mal ein Tagungsort beispielsweise in NRW, Nordhessen oder Thüringen.
  • Die Agenda kam leider sehr spät und war vornehmlich bzgl. der Workshops und Dialogsessions eher unübersichtlich.
  • Die Gesamtorganisation bis zur Tagung war etwas konfus: - Agenda und Ablauf hat sich geändert - der Ablauf war nicht klar ersichtlich - die Anmeldeplattform hat nicht immer funktioniert und ist nicht selbsterklärend
  • Die Medientechnik für die Referenten sollte verbessert werden - es traten beim Vortragen immer die gleichen Fehler auf...somit kann es nicht an den einem oder anderen Referenten gelegen haben
  • es sollten alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, an allen Sessions/Workshops teilzunehmen
  • mehr Diskussionszeit nach den Vorträgen mit einplanen


19. Zum Schluss

  • Die Preise vom Hotel Leonardo variieren unter den Teilnehmenden um 100% und es stellt sich die Frage ob der VDE ein passendes Kontingent reserviert hat.
  • Sonst sehr gut.
  • Sehr gelungene Veranstaltung
  • Vielen Dank für die Organisation dieser angenehmen und informativen Veranstaltung!
  • Gerne kann die Veranstaltung häufiger stattfinden. Vielleicht mit gewissen Schwerpunkten.
  • Zwei Tage voller Infos mit vielen anderen Facetten als sonst im Arbeitsleben. Gratulation zur gelungenen Veranstaltung
  • Workshops und Sitzkreise sind nicht notwendig, Fachliche Informationen sind wichtiger
  • Warum ist eine Bewertung der keynotes mit 5 Sternen möglich? 
  • Auswahl der Beiträge sollten mehr Praxisrelevant sein, damit ein breiteres Publikum erreicht werden kann.
  • Die Veranstaltung hat eine lange Tradition und bemüht sich erkennbar, den Zeitgeist aufzugreifen und sich neuen Anforderungen anzupassen. Insgesamt gerne wieder! Besonders positiv hervorzuheben ist die gelungene Aufarbeitung der Norm. Der Vortrag zum Vollbeweis war unerwartet ein Highlight. Organisatorisch gibt es vor und während der Veranstaltung Verbesserungsbedarf. Die Qualität und Anzahl der Beiträge wird künftig eine erkennbare Herausforderung darstellen.
  • Schöne Veranstaltung.
  • Es war eine sehr gelungene und von der Atmosphäre her sehr gute Veranstaltung. Danke für die Organisation
  • Bitte weiterso, bis 2027 in Esslingen
  • Einen Dank an alle Organisatoren und die Referenten. Das war eine qualitativ hochwertige Veranstaltung. Vielen Dank einfach! Bis zur nächsten Session :-) Insgesamt eine sehr gut Veranstaltung, ich komme gerne wieder.
  • insgesamt doch gut gelungen, gute Gespräche mit den Teilnehmern

Teilnehmerbefragung: Grafiken

Vorherige Veranstaltungen